Ist „das“ denn heilbar…?

Noch heute laufen Scharlatane herum und behaupten, sie könnten Homosexualität „heilen“. Das ist Unsinn. Homosexualität wie auch Heterosexualität sind keine Krankheiten. Trotzdem glauben viele Eltern, ihre homosexuell orientierten Kinder „heilen“ zu müssen und stecken sie in körperlich und seelisch schmerzhafte Therapien, wo Kinder und Jugendliche ernsthaft krank werden und ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Sexualität entwickeln. Leider gibt es noch immer Ärzte und Ärztinnen, TherapeutInnen, die solche „Behandlungen“ anbieten. Es ist noch nicht lange her, als versucht wurde, Homosexualität durch Elektroschocks zu „heilen“! Auch wenn diese Methoden – zumindest in Österreich – nicht mehr praktiziert werden, gibt es andere qualvolle Verfahren, um homosexuelle orientierte Menschen „auf den richtigen Weg zu bringen“.

Sexualität ist nichts Unnatürliches und auch keine Perversion. Schon immer und in allen Kulturen gab und gibt es homosexuelle Frauen und Männer. Ohne über eindeutiges Zahlenmaterial zu verfügen geht die Wissenschaft von 5% bis 10% Lesben und Schwulen in der Gesellschaft aus. Die Schwankungen folgen daraus, dass homosexuelle Frauen und Männer aufgrund vorherrschender gesellschaftlicher Diskriminierung bei Umfragen sich nicht trauen, ihre sexuelle Orientierung bekannt zu geben. Das Bekenntnis zur Homosexualität ist von den gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen abhängig.